Kfz-Schiedsstellen

Schlichten statt richten

Schiedsstellen klären außergerichtliche Streitigkeiten zwischen Autokunden und Kfz-Meisterbetrieben — sachkundig, zeitsparend und kostenlos. 

Kfz-Schiedsstellen gibt es seit 50 Jahren

Die aktuelle Statistik fällt ins Jahr des 50-jährigen Bestehens der Kfz-Schiedsstellen. Das Jubiläum ist Anlass für den ZDK, gemeinsam mit den Partnern ADAC, Deutsche Automobil Treuhand (DAT) und Europäisches Verbraucherzentrum (EVZ) über dieses bewährte Schlichtungsverfahren zu informieren. 

Was ist eine Kfz-Schiedsstelle?

  • Die Kfz-Schiedsstelle ist eine freiwillige und branchenspezifische Institution der Organisation des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes für den Verbraucherschutz. Es gibt sie seit 1970.
  • Die Organisation des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes ist ein freiwilliger Zusammenschluss nahezu aller deutschen Kfz-Innungen, Kfz-Landesverbände, Kfz-Fabrikatsverbände und des Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V..
  • Kunden können ihre Rechte gegenüber Kfz-Betrieben bei Serviceleistungen und beim Gebrauchtwagenkauf überprüfen lassen und bekommen berechtigte Ansprüche in der Regel schnell erfüllt.
  • Das Verfahren ist zeitsparend, unbürokratisch und ohne Kostenrisiko eines Gerichtsprozesses.
  • Nach dem Schiedsspruch steht der Klageweg noch offen. Die Kfz-Betriebe erkennen die Entscheidung der Schiedsstelle in der Regel verbindlich an.
  • Am Schiedsverfahren nehmen grundsätzlich alle Mitglieder einer Kfz-Innung teil – erkennbar am blau-weißen Meisterschild und einem entsprechenden Passus in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. 
    Andernfalls haben Kunden die Möglichkeit, sich an die Universalschlichtungsstelle des Bundes zu wenden. 

     

An diesen Schildern erkennen Sie die Betriebe, die verbindlich an einem Schiedsverfahren teilnehmen:

Welche Konflikte lösen die Kfz-Schiedsstellen?

  • Die Schlichter werden aktiv, wenn es um Werkstattleistungen und den Gebrauchtwagenkauf geht.
  • Häufige Streitpunkte beim Gebrauchtwagenkauf sind technische Mängel am Fahrzeug, Unfallschäden oder Probleme mit dem Kaufvertrag.
  • In der Werkstatt monieren Kunden in der Regel nicht notwendige oder unsachgemäß ausgeführte Reparaturen, aber auch zu hohe Rechnungen.
  • Ausgeschlossen von der Schlichtung sind Auseinandersetzungen über den Gebrauchtwagenpreis, den Verkauf von Neuwagen und von Fahrzeugen über 3,5 Tonnen. Keine Chance haben auch Streitigkeiten, die bereits bei Gericht anhängig sind.

Statistik

Insgesamt 8 584 Schiedsanträge wurden 2019 bei den bundesweit 100 Schiedsstellen eingereicht. Damit ist im Vergleich zu 2018 die Zahl um knapp drei Prozent zurückgegangen. 

 

 

Anträge im Vorverfahren gelöst

Anträge im Schiedsverfahren

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